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Wichtige Führungskompetenzen: Warum die Stimme die Kommunikationsfähigkeit als Führungskraft bestimmt

  • Autorenbild: Paula Müller-Laupert
    Paula Müller-Laupert
  • 3. März
  • 4 Min. Lesezeit

Strategische Weitsicht, Fachwissen und Empathie – die Liste der klassischen Führungskompetenzen ist lang.


Doch ein entscheidendes Werkzeug wird oft völlig unterschätzt oder ganz vergessen: die Stimme. Sie ist das Medium, das die Kompetenz transportiert oder im Zweifel untergräbt.


Wer seine Kommunikationsfähigkeit als Führungskraft wirklich meistern will, kommt an der Stimme nicht vorbei. Wir werfen einen Blick darauf, warum die Stimme nicht nur „irgendein Soft Skill“ ist, sondern ein messbarer Erfolgsfaktor für Führungskommunikation.



Inhaltsverzeichnis:


Führungskompetenzen Führungskraft

Führungskompetenzen im Check: Warum die Stimme über die Wirkung entscheidet


Überleg mal kurz: wer hat eine Führungspersönlichkeit, die du als positiv wahrnimmst? Und warum?


Typische Beschreibungen könnten so etwas sein wie „sie wirkt so selbstsicher“ oder „er ist immer klar und freundlich, respektvoll“. Und das lässt sich mitunter auf die Stimme zurückführen!


  • Spreche ich besonders hoch, werde ich vermutlich als unsicher wahrgenommen.

  • Spreche ich ohne Lächeln und runzle die Stirn, klinge ich vielleicht unfreundlich und schroff.

  • Spreche ich mit voluminöser Stimme und in klar abgegrenzten Sätzen, wirke ich wahrscheinlich selbstbewusst und strukturiert.


Es gibt sehr viele Möglichkeiten, über Stimme und Sprechweise zu wirken – auch dann, wenn wir es nicht bewusst einsetzen.

Und genau da liegt das Risiko.


Wenn wir stattdessen lernen, bewusst zu steuern, wie wir klingen und somit zu lenken, wie wir wirken, kommunizieren wir klar und zielgerichtet, ohne Missverständnisse und großen Deutungsspielraum.


Und das ist eindeutig eine wichtige Führungskompetenz.



Für Unternehmen, Kommunikationstraining

Kommunikationsstrategien als Basis des optimalen Stimmeinsatzes als Führungskraft


Um die Stimme gezielt einzusetzen, müssen wir vorher einen Schritt zurück gehen.

Es braucht eine gezielte Analyse der Situation, um daran das eigene Auftreten und die Wirkung auf Mitarbeitende anzupassen.


Das kann bedeuten, sich über das Ziel des anstehenden Gesprächs klarzuwerden.

Was möchte ich erreichen und welches Ziel verfolgt mein Gegenüber vermutlich?


Oder die Gesprächsdynamik mit einer Person zu analysieren.

Warum hakt es mit ihr immer so, wieso kommen wir in unserer Kommunikation nicht weiter?


Oder sich der blinden Flecke und Unsicherheiten bewusst zu werden.

Was bekomme ich alles nicht mit, was müsste ich aber wissen um entsprechend zu reagieren – und sollte es erfragen?


Kommunikationsstrategisch ist besonders eine Analyse von Vergangenheit, Ist-Zustand oder Zukunft (Zielsetzung) sinnvoll als Basis einer bewusst eingesetzten Wirkung mithilfe von Stimme und Sprechweise.



Kommunikationsfähigkeit für die Führungskraft: Typische Muster und wie sie wirken


Das ist bisher alles sehr theoretisch. Machen wir es greifbarer, indem wir uns einige Beispiele anschauen.

Wichtig: das sind keine Generalisierungen vonwegen „eine xyz Stimme wirkt immer abc“. Aber: es sind Tendenzen und typische Zuschreibungen.


Stimmliche und kommunikative Muster und wie sie wirken:

Muster 1:

Herr Muster spricht mit Menschen, die etwas von ihm möchten, lauter und energischer.

Wirkung: streng, ablehnend, festgefahren in seinen Vorstellungen, nicht offen für Veränderung.


Muster 2:

Frau Muster überlegt sich vor Gesprächen kein Ziel und lässt sich eher treiben. Sie wird schon merken, worauf sie hinauswill, wenn sie dort angekommen ist.

Wirkung: schwammig in der Leitungsfunktion von Meetings, unsicher, wankelmütig.


Muster 3:

Herr Muster hat sich über die Jahre eine „Arbeitsstimme“ antrainiert, die er immer benutzt, wenn er mit beruflichen Kontakten kommuniziert.

Wirkung: lässt sich nicht in die Karten gucken, lässt sich aber auch nicht auf die Menschen ein, unnahbar, engagiert sich nicht und zeigt keine Haltung.


Muster 4:

Frau Muster nimmt sich vor jedem Termin 60 Sekunden Zeit für die kommunikationsstrategische Analyse und um auch stimmlich in einen den Analyseergebnissen entsprechenden Modus zu wechseln. Am Ende hat sie drei Schlagworte im Kopf, die sie leiten und ausreichen, alles anzuwenden, was sie braucht.

Wirkung: sie bringt Dinge voran, sie leitet Gespräche wohlüberlegt, Mitarbeitende können sich auf sie verlassen und darauf, dass sie von ihr gesehen und wirklich angehört werden; ihrem Urteil wird vertraut, denn es ist klar: das ist gut durchdacht.



Für Unternehmen, Kommunikationstraining


Stimme trainieren als Soft Skill: So erweiterst du deine Führungskompetenzen


Das Gute ist, dass kommunikative Fähigkeiten erlernt werden können: von den analytischen Aspekten bis hin zur zielgerichteten Wirkung über Stimme und Sprechweise!


Ja, das ist offiziell erstmal „nur“ ein Soft Skill. Aber einer, der sich auf jede Interaktion auswirkt – und damit eine Förderung wert.


Um kostenfrei und jetzt direkt loszulegen, probiere doch die folgenden effektiven kleinen Tricks einmal aus:


Für mehr Ruhe und Tiefe:

Übe, den Unterkiefer beim Sprechen ein kleines bisschen weiter unten locker hängen zu lassen. Als wäre er schwer. Wenn er durchgängig zwei Millimeter weiter offen ist, reicht das schon! Damit wird deine Stimme tiefer, voller und ruhiger – sinnvoll in Momenten höchster Anspannung, wo die Stimme oft an Höhe und Schärfe gewinnt.


Für Klarheit und Verständlichkeit:

Strukturiere deine Inhalte und komm auf den Punkt, indem du genau diesen mitdenkst: Am Satzende, wenn du ein bis zwei Informationen gegeben hast und im schriftlichen Formulieren einen Punkt setzen würdest, denke das Wort „Punkt“ im Kopf mit. So strukturierst du deine Informationen in gut verarbeitbare Portionen und gibst Zeit zur Verarbeitung. Außerdem wirkst du selbst strukturiert und verhinderst, dass du Dinge mehrfach ausführst und abschweifst.


Menschen emotional abholen:

Wenn jemand zu dir kommt und auf der emotionalen Ebene kommuniziert, dir vielleicht Sorgen oder auch freudige Dinge anvertraut: Geh aktiv zu Gesprächsbeginn leicht mit in die Emotion hinein, wenn du dieser Raum geben kannst und es zum beruflichen Kontext passt. Nur leicht! Wenn jemand sehr frustriert ist, Stufe 8 von 10, gehst du vielleicht auf eine 2-3. Zeige und äußere Verständnis und ein aktives Mitfühlen, bevor du die andere Person „mitziehst“ in sachliche und lösungsorientierte Bahnen. Das Gegenüber fühlt sich gesehen und verstanden und ist dann eher bereit, auch über eine Lösung zu sprechen.


Wenn du jetzt ausführlicher und unter professioneller Anleitung dich deiner Kommunikation als Führungskompetenz widmen möchtest: Melde dich bei mir! Hier findest du alle Infos zu den Möglichkeiten und eine Kontaktoption:


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Fazit: Die Kommunikation als Schlüsselkompetenz für Führungskräfte


Klar, es wird immer wieder mal ein Präsentationstraining angeboten. Allerdings gehört zum Alltag als Führungskraft so viel mehr als die Präsentation und die dort eingesetzten rhetorischen Stilmittel.


Daher lohnt es sich, die Kommunikation mit all ihren Facetten – also auch der Stimme und ihrer direkten Wirkung! – langfristig zu fördern.


Der erste Schritt ist, sie als Schlüsselkompetenz anzuerkennen.


Anschließend können Lösungswege verglichen werden und es kann losgehen mit der Weiterentwicklung!




Paula Müller-Laupert, Stimmtrainerin und Kommunikationstrainerin

Für Unternehmen, Kommunikationstraining



 
 
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